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Vortrag (vom 28.09.2010, gehalten von: Norbert Lenartz)

Gesundheitskompetenz und Selbstregulation

Veranstaltung:47. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie Bremen 2010, Darstellung von Forschungsergebnisse aus der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Inhalt:In einer Kooperation der Freien Universität Berlin und der Universität Bonn wurde untersucht, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten den Begriff der Gesundheitskompetenz kennzeichnen. Das resultierende Modell (Soellner, Lenartz, Huber & Rudinger, 2010) weist insbesondere Kompetenzen zur Selbststeuerung eine zentrale Bedeutung zu. Der Vortrag stellt exemplarisch empirische Befunde aus einer Studie an 337 Erwachsenen vor. Es zeigt sich, dass Fähigkeiten zur Selbstregulation und Selbstkontrolle einen erheblichen Anteil am Einfluss der Gesundheitskompetenz auf die Gesundheit haben. Insgesamt erklärt das Modell der Gesundheitskompetenz in der Studie 25 % Varianz der körperlichen und 41 % Varianz der psychischen Gesundheit der Teilnehmer. Zusätzliche Analysen zeigen, dass die Fähigkeiten zur Selbststeuerung mit der Befriedigung psychologischer Grundbedürfnisse der Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000) einhergehen, was als erster Hinweis auf eine mögliche Förderung der Selbststeuerung durch die Gestaltung des sozialen Umfelds gewertet werden kann.
Download:Gesundheitskompetenz und Selbstregulation1.pdf


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