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Publikation

Die Jahre 1949 bis 1970 zeigen Ringen um Fortschritte, aber auch ideologische Infiltration. Der Arbeitsschutz der DDR in der Ära Ulbricht.

Mit der Gründung der DDR 1949 wurden gleich zu Beginn wichtige Vorschriften im Arbeitsschutz erlassen. Walter Ulbricht als Vorsitzender der SED etablierte den Parteienstaat und nahm ganz persönlich Einfluss auf den Arbeitsschutz und seine Ideologisierung. Die 1950er und 1960er Jahre brachten aber auch deutliche Fortschritte für Sicherheit und Gesundheit. Die erste einheitliche Kodifizierung des Arbeitsschutzes ist im Gesetz der Arbeit entstanden. Nach dem Volksaufstand am 17. Juni 1953 ringen die Arbeiter der SED neue Arbeitsschutzvorschriften ab.
Den Gewerkschaften wird vom Staat 1958 die Überwachung im Arbeitsschutz übertragen. Daneben entstand eine gesonderte Überwachung der Arbeitshygiene durch das Gesundheitsministerium und eine selbtständige Technische Überwachung beim Staat. Die Trennung von Arbeitsschutzpolitik und Arbeitsschutzüberwachung hemmten die Effektivität.
Die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung wird stark ausgebaut. Erwin Gniza entwickelt bahnbrechende theoretische Grundlagen des Arbeitsschutzes.
Erörtert werden drei Legenden dieser Zeit.

Autor:Lutz Wienhold
Bibliographie:In: Sicherheitsingenieur. 43 (2012), Nr. 4, S. 12-25.


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