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Gefahrstoffe in Klein- und Mittelbetrieben: Neue Wege überbetrieblicher Unterstützung

Intensivbefragungen mit 46 Experten aus diversen Institutionen, die mit der Betreuung von Klein- und Mittelbetrieben befasst waren, sowie mit 53 Unternehmern von kleinen und mittleren Betrieben aus unterschiedlichen Branchen und Gewerken erbrachten grundlegende Erkenntnisse zur Umsetzung des Gefahrstoffrechts.
Unternehmern von Klein- und Mittelbetrieben fehlt weitgehend eine Basisqualifikation auf dem Gefahrstoffgebiet. Die Ermittlungspflicht sowie die Überwachungspflicht nach der Gefahrstoffverordnung ist ihnen nicht nur unbekannt, es fehlen den Unternehmern auch die für die Pflichterfüllung notwendigen Grundkenntnisse, verbunden mit dem erforderlichen Handlungswissen. Dieser Kenntnismangel erstreckt sich auch auf die notwendigen stoff- und tätigkeitsbezogenen Schutzmaßnahmen. Ungünstige Rahmenbedingungen für Klein- und Mittelbetriebe tragen zu dieser Problematik bei.
Das Problem ist über Qualifizierungsmaßnahmen für Unternehmer allein nicht zu lösen. Eine verstärkte überbetriebliche Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben ist unerlässlich. Sie muss von einer Vielzahl von Institutionen getragen werden (Kammern, Tarifpartner, Krankenkassen, Hersteller, Berufsausbilder, Institutionen des überbetrieblichen Arbeitsschutzes). Auf der Basis der Befragungsbefunde und bereits bestehender Maßnahmenansätze werden eine Reihe von Maßnahmenfelder identifiziert und hierfür mögliche Aktivitäten und Maßnahmen vorgeschlagen.
Ergänzend zu diesem Projekt wurde in den Folgejahren an der Entwicklung von Unterstützungskonzepten, insbesondere im Kraftfahrzeuggewerbe gearbeitet.

Ansprechpartner:Gundolf Kliemt
Auftraggeber:Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Projektstatus:abgeschlossen 1995
Publikationen:


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